Autobahnlärm A61

Lärmschutz

Unsere Forderung:

1. Tempolimit auf der A61 für beide Fahrtrichtungen in den betroffen Bereichen, insbesondere im Bereich Miel als Sofortmaßnahme.

2. Errichtung eines zuverlässigen, baulichen Lärmschutz der sich in das Landschaftsbild einfügt als langfristige Abhilfe.

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Wieviel Lärm gibt es in Swisttal durch die A 61?

Wieviel Lärm gibt es in Miel?

Ein Blick auf die Lärmkarte von Swisttal und Miel entlang der A61 des Landesministerium NRW für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz gibt Auskunft.

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Aktuelle Kartierung der Umweltbelastung mit Lärm, Abgasen, Abwässer u.s.w. des Landesumweltministerium NRW

Individuelle Daten mit Ort, Strasse, Hausnummer – zuständige Behörden mit Adressen sind angegeben.

Aus den offiziellen und aktuellen Karten des Landesministeriums NRW für Umwelt ergibt sich, dass Miel komplett der Lärmemission der BAB 61 ausgesetzt ist und etwa ein Drittel der Haushalte mit bis zu 70 dB Lärm permanent 24h am Tag leben müssen.

Mit einem Abgleich der Tabelle der Schwellwerte kann man feststellen das bei dieser Belastung,  gesundheitliche Schäden zu erwarten sind:

Psychologische Störungen wie Depressionen, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Lernschwierigkeiten

Physiologische Störungen wie Herz-/Kreislauferkrankungen und Zunahme von Tumorerkrankungen

Bei genauer Betrachtung der Lärmzonen fällt auf, dass ausgerechnet in Miel eine Verbesserung der Situation eintritt die bewirkt das kaum jemand in der violetten Zone wohnt. Soll das der „Lärmschutzwall“ bewirken?

Dieser Erdwall ist seit seiner Errichtung auf eine minimale Höhe zusammengeschrumpft die vorbeifahrende LKW bis zur Hälfte ihrer Höhe erkennen lässt – knallende Planen der Sattelschlepper oder aufheulende Motorräder sowie Hupkonzerte von LKW sind unerträglich laut und tauchen in der Lärmspitze in keiner Statistik auf !

Daneben wurde im Rahmen der Fahrbahnsanierung der A61 die Fahrbahndecke um 60 cm ! angehoben wodurch die Fahrzeuge noch höher an die Wallkrone kommen – diese liegt jetzt stellenweise bei weniger als 1,5 m !

Auch das findet bei der Beurteilung des “ Lärmschutzwalles keine Beachtung.

Interessant ist : Die Komunen müssen anhand der Lärmkarten erkennen wer in ihren Ortschaften belastet wird und müssen entsprechende Schutzmassnahmen vorschlagen und einfordern.

Die Gemeinden sind verpflichtet ihre Einwohner über diese Lärmsituation zu informieren und Aktionspläne zu erstellen wie Abhilfe sinnvoll geschaffen werden kann. Dabei sind die Gemeinden auch an zeitliche Vorgaben gebunden und können sich nicht hinter neuen Messungen und weiteren Prüfungen verstecken.

Schutzmassnahmen sind entweder Schallschutzfenster oder Schallschutzwände sowie Tempolimits. – Die Stadt Wesseling hat das bereits für ihre Bürger die an der BAB 555 wohnen erreicht – Warum geht das nicht auch hier oder warum dauert das so lange ?

Wir werden die Gemeindeverwaltung und die politische Fraktionen fragen welche Massnahmen sie für Miel und die anderen betroffenen Teile Swisttals vorgesehen haben.

Nebenbei : Die Vorgaben des Landesministerium sind bei Untätigkeit einklagbar!

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Broschüre des Umweltministeriums informiert über kommunale Lärmkarten und Aktionspläne

Bitte lesen – darin steht genau wozu die Gemeindeverwaltung verpflichtet ist: Lärmschutz NRW