Gespräch der Bürgerinitiative Lebenswertes Swisttal mit der Landtagsabgeordneten NRW Ilka von Boeselager

Das Gespräch fand morgens um 10:00 Uhr bei Frau von Boeselager in Gut Capellen in Ihren Privaträumen statt.

Der aktuelle Wahlkampf zur anstehenden Landtagswahl NRW bedeutet für Sie eine stressreiche Zeit – dennoch stellte Sie sogar eingehende wichtige Telefonate für das ungestörte Gespräch mit uns zurück.
Das Gespräch, inhaltlich zusammengefasst im Wesentlichen:

Frau von Boeselager:
“ Willkommen meine Herren, wie ich hörte haben sie also in Miel die Bürgerinitiative Lebenswertes Swisttal gegründet – ich begrüsse das sehr denn es ist gut wenn sich die Menschen für Ihre Interessen stark machen und deutlich ihre Forderungen zum Ausdruck bringen – was das bewirken kann konnte man zuletzt mit dem Lärm -Urteil zum Frankfurter Nachtflugverbot sehen – Lärm ist momentan ein ganz besonderes Thema und damit ist Ihre Forderung für ein schnelles Handeln auch ausssichtsreich“

Günter Aulenbach:
„Der Lärmschutz ist natürlich ein wesentliches Thema das die Mieler seit dem Bau der Autobahn beschäfftigt – Uns störte aber besonders die Planung zu dem Autohof von dem wir nur durch Zufall erfahren haben obwohl es die Pflicht des Bürgermeisters ist die Bürger über solche Planungen frühzeitig zu informieren. Dann haben sich auch noch der Mieler und der Olheimer Ratsvertreter für den Autohof ausgesprochen und damit gegen die Bürgermeinung der eigenen Ortschaften gestimmt-  Das war dann auch der Auslöser warum die Bürgerinitiative Lebenswertes Swisttal sich gegründet hat.“

Im Übrigen sprach sich der Bürgermeister zuletzt in Buschoven bei dem  General Anzeiger -Ortstermin wieder  öffentlich für den Autohof aus und auf unsere Entgegnung dass Sie sich dagegen ausgesprochen haben meinte er wörtlich und öffentlich das sei die Meinung einer Landtagsabgeordneten. Auch das bestärkte uns wieder in unseren Vorhaben und besonders mit Ihnen ein Gespräch zu führen“

 Frau von Boeselager:
“ Ich will auch nach wie vor keinen Autohof in Miel und ich kann Ihnen zunächst einmal sagen, dass er voraussichtlich nach Weilerswist kommen wird.

Mit dem Informationsabend in Miel habe ich mich deutlich gegen diese Planungen in Miel ausgesprochen und sie können sich vorstellen, was ich mir anschließend von allen Seiten meiner Partei aber auch aus dem privaten und sonstigen Umfeld anhören konnte – sowohl das Mieler Ratsmitglied und der Bürgermeister sind eben Angehörige meiner eigenen Partei und ich habe öffentlich dagegen meine eigene Meinung ausgesprochen – sogar private Interessen an dem Bau eines Autohofs spielten für mich bei meiner Entscheidung keine Rolle – Ich denke das sollten Politiker immer machen – ihre eigene Meinung unabhängig vertreten und sich darin nicht verändern lassen – sonst ensteht ein Vakuum zwischen dem Bürger und dem Politiker weil der Bürger das Vertrauen verliert – das ist der Grund warum die Piratenpartei aus dem Stand bei Wahlen 10 % erzielen kann“

Joachim W. Güttes
“ Wir setzten uns aktuell für vier wesentliche Themen ein die den Lebenswert in Swisttal einschränken – der angesprochene Autobahnlärm, die Verhinderung eines Autohofs oder Gewerbegebietes in Miel mit dem zugehörigen Autobahnvollanschluss, Verkehrsminderung in den Ortschaften und die ordentliche  Planung einer Windkraftanlage jedoch nicht im Bereich Miel/ Ollheim/ Vershoven/ Dünstekoven/ Ludendorf“

Frau von Boeselager:
„Die Windräder werden momentan von einem von der Gemeinde beauftragten Gutachterunternehmen geprüft – eine Stadt Rheinbach macht soetwas selber – es bleibt abzuwarten wie das Ergebnis sein wird jedoch wird sich das sicherlich noch hinziehen – hierzu sollten Sie aber unbedingt am Ball bleiben und sich vom Bürgermeister den Sachstand geben lassen“

Joachim W.Güttes
“ Der Autobahnvollanschluss in Miel bringt für die Mieler selber nur kleine Vorteile und riesige Nachteile mit dem Blick auf die Verkehrstumulte in der Ortschaft – besonders wenn es wie so oft wieder einen Stau auf der Autobahn gibt oder im Blick auf die Zahlen der Wohnungs – und Hauseinbrüche die dann sicherlich steigen werden wie die Kriminalstatistik jetzt ergeben hat. Wie stehen Sie dazu ?“

Frau von Boeselager
“ Der Vollanschluss wurde mit den Überlegungen zu der Umgehungsstrasse gemeinsam geplant – ob die Bedenken der Mieler und Ollheimer und die offensichtlichen Nachteile alle einbezogen wurden muss ich erst überprüfen und werde das auch tun – die Bürgerbeteiligung an der Planung dazu hat aber höchstens das gesetzlich geforderte Mindestmass betragen.

Jetzt ist die Umgehungsstrasse mit dem Vollanschluss aber erstmal von der Prioritätenliste genommen worden und man muss sich das neu ansehen“

Günter Aulenbach:
„Erstaunlich war für uns die Resonanz besonders der Mieler die unser Bürgergespräch so zahlreich besucht haben aber auch aus anderen Ortsteilen kamen Vertreter von bestehenden Organisationen “ –

Frau von Boeselager:
“ Haben Sie denn Kontakt zu den freien Bürgerorganisationen die in Swisttal schon tätig sind zum Beispiel der Bürgerverein “ Wir für Swisttal “ in Buschoven ? “

Günter Aulenbach:
“ Ja, und sogar eine Zusammenarbeit besonders mit dem Bürgerverein “ Wir für Swisttal “ mit dem Vorsitzenden Herrn Markus Tilgner sowie den weiteren Vorstandsmitgliedern Herrn Dr. Dippel, Herrn Bopp – denn unsere Ziele ergänzen sich hervorragend – Wir für Swisttal sorgt sich um den Lebenswert und den Wohnwert in den Ortschaften – wie wir auch und unsere Schwerpunkte sind eben zunächst die Erhaltung des naturnahen und landwirtschaftlichen Landschaftsbildes in Swisttal und damit mitten in der Voreifel.

Weiterhin haben wir engen Kontakt zu dem Arbeitskreis Heimat in Heimerzheim – Herr Schmidberger, der Vorsitzende ist auch Mitglied bei uns und wir schätzen seine Arbeit sehr – zur Zeit ist der neue sehr zu empfehlende Heimatbote nachzulesen“

Frau von Boeselager:
“ Ich überlege gerade was ich denn nun für Sie tun kann und wie wir greifbare Ergebnisse für die Swisttaler und besonders die Mieler Bürger erreichen können – was halten Sie davon wenn wir gemeinsam kurzfristig zu dem Leiter des Landesbetrieb Strassenbau NRW in Krefeld  fahren und dort in einem Termin versuchen die von Ihnen geforderten Lärmschutzmassnahmen für Miel die im Übrigen auch Wormersdorf betreffen anzubringen. Zumindest das von Ihrer Bürgerinitiative geforderte Tempolimit auf der A61 als erste Massnahme sollte richtigerweise schnell umzusetzen sein.“

Dieses Angebot nehmen wir natürlich gerne an und werden Frau von Boeselager beim Wort nehmen. So werden unmittelbar nach der Landtagswahl mit ihr gemeinsam nach Krefeld zum Leiter des Landesbetriebes Strassenbau NRW fahren um dort unsere Forderungen in Taten zu verwandeln.

Mit dem Gefühl eines erfolgreichen und sinnvollen Gesprächs von dem die Mieler tatsächlich etwas haben werden, und dem Versprechen sich zukünftig eng miteinander auszutauschen sowie dem nächsten Schritt im Landesbetrieb Strassenbau, wurde das Gespräch beendet.

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Beitrag in Miel, Ollheim


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