Impressionen zum Autobahnlärm in Swisttal-Miel

ap4ad4e076b6748_xsWer kennt es nicht? Ein gleichbleibendes Dauergeräusch in der Nacht durch motorisches LKW-Geheule, das nie zu enden scheint, egal ob mit geöffneten oder geschlossenem Fenster? Schlaflose Nächte bzw. Schlafstörungen? Ungewohnte Gereiztheit und Nervenschwäche? Konzentrationsschwächen in normalen Arbeits- und Alltagsprozessen? Tägliche Kopfschmerzen? Depressionen durch Machtlosigkeit? Dies werden wohl nur Menschen kennen, die bereits an einem Tinnitus leiden oder in Swisttal-Miel wohnen!?

Der 24-stündige gleichbleibende Dauerlärm hat in Swisttal-Miel aber bald ein Ende bzw. wird vermindert. Im Sommer 2014 soll eine Schutzwand an der Autobahn A61 zu Miel erbaut werden. Die Rodungen des jetzigen Schutzhügels sind für Herbst 2013 geplant. Die aktuelle Situation ist dennoch für die Bürger in Swisttal-Miel schwer auszuhalten und eine unzumutbare Situation. Jeder Tag und jede Nacht, in der man sich damit weiterhin arrangieren muss, ist für die Gesundheit des Menschen nicht akzeptabel. Oft sind dies gesundheitliche Beeinträchtigungen, die man nicht einmal merkt oder erst in ein paar Jahren bemerkt werden und chronisch werden könnten. Sei es Behinderung der Kommunikation, Herz- und Kreislaufstörungen, psychische Folgen oder erschwerte Lernfähigkeit.

Die Veralterung in Swisttal nimmt zu und führt für die Gemeinde zu schweren finanziellen Belastungen. Man fragt sich dabei, welche Eltern der Welt möchten ihr Kind oder neugeborenes Baby bei einem gleichbleibenden Dauerlärm von 50 bis 70 dB (bei Ostwind: 70 bis 80 dB) ausgesetzt wissen? Wo soll der Nachwuchs von und in Swisttal entstehen, wenn Miel als verlärmtes Gebiet zählt und zusätzlich unmittelbar an Miel eine sogenannte Umgehungsstraße (ohne Lärmschutz!) und Windkraftanlagen (Dreieck Heimerzheim, Ollheim, Dünstekoven) plant?

Unter dem Autobahnlärm haben auch andere nahestehende Ortschaften zu leiden, wenn der Wind ungünstig steht und ist schon längst kein Mieler Problem mehr. Aber die Gemeinde schaut zu und fühlt sich dafür nicht zuständig. Sind wir nicht Bürger der Gemeinde Swisttal, die sich für Probleme der Bürger wenigstens einsetzen sollte? Schließlich hat auch sie etwas davon, wenn ein Verjüngungsprozess stattfinden würde und nach Swisttal-Miel wieder junge Menschen mit Familiengründungsplanungen ziehen, und nicht wie gegenwärtig nacheinander wegziehen.

Auch wenn jeder Tag, in dem keine „Bagger rollen“, ein verlorener Tag für die Gesundheit der Menschen in Miel ist, so danken wir den Menschen, die sich in ihren Möglichkeiten dafür eingesetzt haben, dass sich im Sommer 2014 mit der Lärmschutzssanierung etwas herbei sehnen lässt, was sich die Mieler schon seit über 40 Jahren zum Wohle ihrer Gesundheit wünschen.

Danke!

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